Das Bild zeigt ein LF-KatS

Ladbergen erhält ein neues Einsatzfahrzeug vom Bund für den Zivil- und Katastrophenschutz

Die Freiwillige Feuerwehr Ladbergen hat ein mit Bundesmitteln finanziertes neues Löschgruppenfahrzeug (LF-KatS) in Dienst gestellt. 3 Kameraden aus der Feuerwehr machten sich am Dienstag, 20.06.2017, in den frühen Morgenstunden auf, um es im Bestückungslager des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn-Dransdorf in Empfang zu nehmen.
Das Fahrzeug wurde von der Firma Albert Ziegler GmbH in Giengen (Brenz) auf einem Mercedes-Benz Atego-Fahrgestell vom Typ 1323 AF aufgebaut und hat einen dreiteiligen Gerätekofferaufbau sowie ein Mannschaftsraummodul mit Platz für eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten. Die vom Bund für Zivilschutzzwecke bereit gestellten LF-KatS verfügen über einen permanenten Allradantrieb, eine Wattiefe von 650 mm und ein automatisiertes Schaltgetriebe mit „Feuerwehrschaltung“. Ausgestattet sind diese Fahrzeuge mit einer eingebauten Fahrzeugpumpe mit einer Förderleistung von 2.000 Liter/min, einem Löschmittelbehälter mit 1.000 Liter Inhalt sowie der Normbeladung eines LF 20 KatS. Sie können somit auch eine Löschwasserförderung über lange Wegstrecken sicherstellen. Hierfür sind unter anderem eine Tragkraftspritze mit einer Förderleistung von über 1.500 Liter/min und 600 m B-Schläuche, die auch schon teilweise während der Fahrt verlegt werden können, vorgesehen. Weiterhin sind die Fahrzeuge mit einem Lichtmast und einer Umfeldbeleuchtung, einem Stromerzeuger sowie Atemschutzgeräten ausgestattet. Die Fahrzeuge verfügen sowohl über ein analoges als auch ein digitales Fahrzeugfunkgerät sowie fünf digitale Handfunkgeräte.
Neben Ladbergen durften aus NRW an diesem Dienstag die Feuerwehren Gescher, Waltrop und Hiddenhausen ein Fahrzeug in Bonn-Dransdorf abholen. Noch am gleichen Abend kamen viele interessierte Kameraden zum Gerätehaus, um das Fahrzeug mit seiner umfangreichen Ausstattung bis ins Detail in Augenschein zu nehmen. Mit ihnen freute sich natürlich auch der Leiter der Wehr, Andreas Keuer, dass seine Hilfsorganisation dieses Einsatzfahrzeug erhalten hat.

Fahrzeug wird auch im Brandschutz eingesetzt
Die Ladberger Wehr wird diesen „Allrounder des Brandschutzes“ im Wert von über 230.000 € künftig nicht nur für Zivilschutzeinsätze, sondern auch bei regulären Wehr-Einsätzen im Gemeindegebiet nutzen können.
Die Ausbildung rund um das Fahrzeug und seine Beladung wird zukünftig fester Bestandteil der regelmäßigen Dienstabende bei den Ladberger Kameraden sein. So wird die Bundesaufgabe des Zivilschutzes auch sinnvoll gelöst: Der Bund stellt den Kommunen für seine Aufgaben Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Die Kommunen steuern ihre gut ausgebildeten Helfer bei und können dafür die für den Zivilschutz beschaffte Technik auch kommunal nutzen.